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Monty Python
Monty Python

Freitag, 21. Juli 2017

Deutsche Komödie

Zwei Widersprüche in einem Satz. Wenn
ein Deutscher versucht komisch zu sein,
endet das meistens tragisch. Man sieht
sie immer mal wieder über den Bildschirm
flackern, die Berufskomiker, die ihr
Auskommen damit haben, wiederaufbereitete
Witze zu präsentieren oder wenn es ganz
schlimm wird, nennt man es dann Parodie.

Mich erinnert das ein wenig an Frankensteins
Horrorkabinett und was da ausgegraben wird,
ist wohl alles andere als komisch und man
hätte es vielleicht dort belassen sollen, wo
man es vorgefunden hat. Die Geister, die man
rief, nicht wahr.

Ich meine, wie fühlt es sich an, wenn man
schlechten Humor ans Publikum verteilt und
dieses dazu auch noch applaudiert ?

Ist man dann peinlich berührt oder möchte
man sich mit alter Majonäse anschließend
vergiften ?

Komödie ist etwas, was nicht jedem liegt.
Ich würde mir das z.B. niemals zutrauen,
so etwas wie wirklich komisch zu sein. Offenbar
aber sieht man das in Deutschland völlig
anders. Man sieht die Komödie als eine
Ansammlung oder Aneinanderreihung von
ausgelutschten Gags von Schauspielern
präsentiert, die bereits in ernsten Rollen
total versagt haben.

Und dieser abgestandene Brei aus schlechtem
Schauspiel und grauenhaften Witzen wird einem
dann rotzfrech auf den Teller geschissen.

Das wiederrum finde ich überhaupt nicht lustig.
Was der Deutsche gut kann, ist Hitler und darum
sollte man auch nicht versuchen, etwas anderes zu
sein, als mein eigentlich schon ist.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Ein ganz normaler Tag

Was ich mich eigentlich frage, beim durchblättern
der Google+ Postings, gibt es auch einen
Zustand vor dem Tod, der komatöse Züge in
sich trägt, aber nichtsdestotrotz auf
Außenstehende den Eindruck hinterlaßen
könnte, als würde es sich hierbei um echtes
Leben handeln ? Also gewissermaßen ein
Imitat...möglicherweise das Ergebnis eines
Genunfalls, das man jetzt in Serie aufgelegt
hat ?

Oder sind alle Menschen inzwischen völlig
abgedreht oder ihres vorher mehr oder
weniger vorhandenen Verstandes beraubt und
dieser Zustand ist inzwischen ein völlig
unauffälliger als normal empfundener Ausdruck
innerhalb einer  Gesellschaft von grenzdebilen
gehirnentleerten, von körperfressenden Bakterien
zersetzten Fleischklöpsen in Menschengestalt ?

Und bleibt das jetzt für immer so und muß
man sich damit abfinden, daß jetzt jedem
Bescheuerten mehr Gehör geschenkt wird, als
irgendjemand der irgendwann mal irgendwas
Vernünftiges von sich geben könnte ?

Und gibt es da draußen wirklich noch so etwas
wie echtes Leben also nicht nur mumifiziertes
Retortenleben wie jetzt in den Netzwerken ?
Kein Wunder, das man so verzweifelt danach sucht
im Weltall oder sonstwo.

Die Chance da draußen auf ein eben solches zu stoßen
sind wohl auch sehr viel größer als hier auf dem
Planeten Erde, wo jeder der auch nur ein Plupmpsklosett
bedienen kann, schon als großer Held gefeiert und als
künftiger Hoffnungsträger für die Menschheit
bejubelt wird.

Ist ein mehr an Information auch stets sättigend
und kommt es nicht irgendwie auch dann und wann
einmal darauf an, einfach zu fragen, ist
das jetzt wirklich nötig ?

Neulich sah ich einen Mann, der ein Foto
von sich machte, mit seinem erregiertem Lurch
und da habe ich mich gefragt, wird irgendein
Mensch da draußen, wenn es ihn denn tatsächlich
geben sollte, was ich mitunter bezweifle,

dieses Portrait auserlesenen Geschmacks wirklich
in irgendeiner Form als Ausdruck kreativer und
fantasievoller Verwirklichung dessen auffassen
wollen, was man gemeinhin unter ästhetisch
gelungen zusammen fassen möchte ?

Oder ist der Glaube dieses Mannes an diese
eindeutige Pose so groß, der zugegebenermaßen
sehr stark sein muß, das dieser hier den
Ausschlag geben sollte ?

Gerade eben habe ich mich gefragt, was kommt
eigentlich nach der vorgegebenen Witzigkeit,
die zugegebenermaßen mich nur selten anspricht...
Es gibt Dinge, über die kann man lachen, Google+
Beiträge zählen jedoch wohl kaum dazu.

Wenn also alle Witze irgendwann erzählt und alle
"Weisheiten" in Bildern abgearbeitet wurden, wie
in einer Fleischwurstmaschine, ist man dann der
Hero oder bekommt man vielleicht den goldenen
Blumentopf ?

Wenn der Körperidealismus irgendwann seinen
Höhepunkt überschritten hat und alle Frauen ihr
Idealgewicht erreicht haben und alle Männer
aussehen wie Brett Shit, tragen dann alle ihr
Ego auf Händen vor sich her, um sich wie ein
aufgeblasener Pfau einem scheinbar interessiertem
Publikum zu präsentieren ?

Das sind alles Gehirnakrobaten - da lob ich mir
den Fadenwurm, der wenigstens zu etwas nützlich
ist und weiß, wo sein Platz ist in der Erdentwicklung
im Gegensatz zum Menschen.


Mittwoch, 28. Juni 2017

Ehe für alle,

natürlich Ehe für alle endlich, was für ne
Erlösung und Erleichterung - bislang wußte ich
gar nicht so richtig, wo das Problem lag. Das
sexuelle Universum trägt ja immer mal wieder ein
bischen was Unvorhersehbares in sich und ich
weiß jetzt auch nicht so genau, was daran bislang
so verboten war, daß man dort hätte so überaus aktiv
werden müssen.Anscheinend ein spontaner Anflug
von vorhandener Hormonentladung noch vor der
großen Sommerpause oder ein erneuter Stromausfall
im Hauptzentrum. Oder eine Kombination von beidem.

Aber ja - Ehe für alle usw., das muß es jetzt sein.
Das ist jetzt der neueste Hit. Das war früher mal
etwas Besonderes, sowas für's Leben mit einem
besonderen Menschen. Etwas Heiliges. Aber okay,
plötzlich muß das jetzt alles ganz anders sein und alle
müssen sich freuen in ihrer neuen Errungenschaft,
bunte Fähnchen schwenken und die Öffentlichkeit
mobilisieren für ein Thema das offenbar niemand
wirklich auf  den Nägeln brennt.

Dieses Engagement wünschte ich mir auch mal gegen
den Hunger in der Welt oder die ungerechte Verteilung
von Vermögen. Aber ja - die große "Toleranzwelle"
ist wieder mal ausgebrochen, die läßt man am besten
einfach an sich vorüber rauschen und ignoriert sie
vollständig überhaupt gar nicht.

Gibt es eigentlich keine drängenderen Probleme, von
der die Öffentlichkeit wissen sollte und die der
politischen Lösung bedürfen ???

Sie machen daraus ein großes Event, eine Zelebrierung
ihrer überinterpretierten Sexualität, dahinter stehen ja auch
wieder die Konsumkonzerne wie Google und Youtube, damit
dieser Schwachsinn auch die Öffentlichkeit passiert und jeder
glaubt, er müsse jetzt schwul sein, weil irgendeine Chanice
oder Greyonce das jetzt so gesagt hat oder ein Video darüber
gemacht hat, wie schwul man jetzt genau sein muß. Ansonsten
würden die das schon frühzeitig verhindern, wenn mal was
wirklich Wichtiges ist. Man würde es rechtzeitig nicht
bemerken.

und eine Festivität, als sei das Rad neu erfunden.
Man greift sich einen Punkt heraus und reitet darauf
herum, ohne die Hintergründe zu kennen. Die
Desinformation wirft ihre Schatten voraus und
sie trifft auf fruchtbaren Boden aus narkotisierten
Legastenikern, die sich ihr Handy ins Hirn
schieben um besseren Empfang zu haben und xtc
ins Müsli schütten, um überhaupt wach zu werden.

Jetzt alles offiziell auch anerkannt mit Brief
und Siegel - sozusagen eine offizielle Schwulerei.
So richtig habe ich eigentlich nie kappiert,
warum man als Schwuler nicht einfach sein Leben leben
kann, wie  jeder andere - auch ohne Ehe. Was haben
die denn bislang gemacht, außer sich gegenseitig
ihren Fallus in den Hintern zu schieben und
dabei das Blut aus dem Kopf zu entlassen - etwa an
Ehe gedacht ? Wohl kaum.

Meinetwegen soll doch jeder so schwul sein, wie er
es mag.  Na und was geht es mich an ??? Warum sollte
das für mich ein Thema sein ???? Ich bin nicht
schwul und möchte auch nicht unentwegt angeschwult
werden.

Ich verzichte da großzügig auf Details, weil es mir einfach
nichts bedeutet. Es ist einfach völlig unwichtig oder belanglos
in einer platonischen Gesellschaft, die ihre Meinung fast
täglich ändert wie ein paar getragene Hemden, wenn es
denn dem Fortkommen dient. Eine Gesellschaft von
Opportunisten und Zynikern, die mich ehrlich gesagt
allzu oft nur noch anekelt in ihrer Beliebigkeit.

Aber ich glaube hierbei geht es wieder mal gar nicht um
Ehe für alle. Dieses Thema wird nur benutzt als Träger
oder Vorwand für etwas ganz anderes. Man möchte damit
zeigen, wie "tolerant" man angeblich ist und das bei uns alles
möglich erscheint, wenn man nur nah genug an den Hebeln
der Macht sitzt. Toleranz wird ja inzwischen dafür
benutzt, um jede noch so lächerlich anmutende Absurdität
zu legalisieren.

Und ja natürlich auch das Gewissen ist plötzlich
wieder da - lange vergessen und selten benutzt , aber
dennoch vorhanden, vor allen Dingen wenn es wieder
mal um Nichts geht. Das fühlt sich ja auch irgendwie ganz
gut an.

Da hat sicher so mancher noch eins auf Lager, wie neu
und kaum benutzt. Aber plötzlich präsentiert aus der
Retorte in einer Benachteiligungsshow im Schwulen-
kabinett der Sensationen. Die Volksverschwulung
nimmt ihren Lauf und die "Benachteiligten"
der Gesellschaft drücken wieder mal allen
ihren Stempel auf. Kommt demnächst eigentlich
der Zwang zum Schwul sein oder bleibt das freiwillig ?

Bin schon jetzt gespannt, welche Werte als
nächstes auf den Prüfstand kommen. Der Zwang
zur Toleranz oder totalen Verblödung ?

Nichts von tragender Wichtigkeit sicherlich.

Das versteht ihr unter Freiheit: Zügellosigkeit in
jeder Hinsicht. Hauptsache man hat wieder irgendein
Tabu gebrochen und findet sich gut dabei. Und wenn
die Gesellschaft wieder einmal die "Toleranz" verwehrt
dann zwingt man sie eben dazu.

Hauptsache ihr habt euren Spaß. Was kommt als Nächstes ?
Ehe mit Kindern ? Zwangsverheiratung von Schweinen und
Hühnern ? Wenn es noch ein Tabu ist, sollte das der nächste
Tagesordnungspunkt sein.Schließlich könnte man damit
eine Wahl gewinnen.

Hauptsache ist doch, es ist nichts Wichtiges, was die
Gesellschaft wirklich voran bringt oder etwas zum
Positiven verändert.