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Monty Python
Monty Python

Dienstag, 31. Oktober 2017

Reformationstag

dieses Berufspfaffentum war mir eigentlich schon immer suspekt.
Wess Brot ich ess, dess Lied ich sing. Und so spricht oder verspricht
man auch von der Kanzel stets viel und häufig von Versöhnung,
Frieden und Freiheit. Versöhnung sicher, aber mit wem -

mit dem Teufel oder der Bequemlichkeit oder vielleicht
dem annehmlichen Leben ?

Da wird viel gemahnt mit eindringlicher Stimme und natürlich
wenn die Kamera läuft, ist auch wie immer die Politik nicht weit
und gibt sich moralisch integer. Schließlich möchte man den frommen
Anstrich in der Öffentlichkeit hin und wieder noch einmal etwas
Farbe verleihen. Selbst der Teufel betet zu Gott und anerkennt
seine Macht. Sicher, den Menschen könnt ihr etwas vormachen,
aber auch Gott ? Gott schaut in die Herzen der Menschen (1. Samuel
Kapitel 16, Vers 7)

Und was die abgeklärten Vorträge der Pfaffen angeht, so
möchte ich dazu sagen: Eure Rede hör ich wohl, allein mir fehlt
der Glaube, d.H. nicht mein Glaube an die Vergebung der Sünden,
sondern der Glaube an eure Lügenworte von Versöhnung und
eurem "Alles-wird-gut-Gequatsche". Es hat etwas von Eia-Popeia
auf einem Kindergeburtstag.

Ich sage euch was, ihr Heuchler: Es wird alles noch viel schlimmer
kommen, wenn ihr weiter solche Lügen verbreitet über die
Botschaft Christi und weshalb er für die Menschen in den
Tod gegangen ist und die Bibel zu einer interpretations-
bedürftigen Schrift herunter degradiert. Christi
Blut floß stellvertretend zur Erlösung für Viele.

Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und
Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum
Himmel werd eingehn.

Für euch "Philosophen" des Wortes hier noch einmal:
Epheser-Kapitel(die Bibel) 1 Vers 7: Christus, in welchem
wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der
Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.

Eine einfache Botschaft für jeden verständlich. Stellt sich
mir die Frage, warum man es in der Kirche nicht genau so
verkündigen kann ohne diese vielen ausschweifenden Worte.

Verehrt ihn ruhig euren Luther, am Ende wird auch er euch nicht
vor der Hölle bewahren. Euer Personenkult und euer Humanismus,
den könnt ihr euch meinetwegen in den Hintern schieben. Er
wird euch nicht helfen, wenn ihr vor euren Schöpfer tretet.
Ihr seid wie Hirten, die ihre Schafe in den Abgrund treiben.

Die heutige Kirche ist eine Weltkirche. Sie biedert sich, wie
es bereits lange Tradition hat, den Machthabern an und fleht
geradezu um Anerkennung oder man könnte sagen: kriecht zu Kreuze
vor den Herrschern dieser Welt, anstatt dem Vater in den
Himmeln die ihm zustehende Ehre zu geben.

Ihr arrangiert und korpuliert mit der Macht und verkauft eure
Seelen jedem Dahergelaufenen für ein paar Schekel. Widerlich !

Ein aufrechter Christ sagt die Wahrheit und wenn er dafür auch
mit seinem Leben bezahlen muß. Heuchler mag niemand wirklich.
Vielleicht solltet ihr euch mal entscheiden, auf welcher
Seite ihr steht. Man kann nicht Gott dienen und dem Mammon.
Matthäus kapitel 6, vers 24. Niemand kann 2 Herren dienen.
Entweder er dient dem Bösen oder dem Guten.


Sonntag, 22. Oktober 2017

So ist das mit der Vernunft...

Vernunft, was für ein Wort. Da steckt ja bereits die
Unterstellung drin, es sei etwas Vernünftiges. Schon
recht anmaßend, wenn jemand so etwas behauptet.

Also ganz ehrlich : Vernünftige Menschen kenne ich
persönlich eigentlich gar nicht. Ich kenne nur irrational
handelnde Psychopaten, denen man besser kein Messer
in die Hand drückt, die eigentlich eingesperrt gehören,
aber weil die Anstalten bereits voll sind mit normalen
Leuten, dort kein Platz mehr ist für die wirklich Kranken.

Abstand halten, wenn jemand dieses Wort in
den Mund nimmt, immer sollte man stets die
nötige Portion Abstand gewinnen, wenn jemand
einen Satz mit diesem Wort anfängt.

Denn eines ist gewiss: Das, was dann folgt
ist mit Sicherheit alles andere, wohl aber
kaum vernünftig.

Vernunft ist eine Art Luxus. Die muß man sich
leisten können. Da muß das Brot auf dem Tisch
liegen und der Vorrat für den Winter gefüllt.

Vernunft ist was für später, für die Stunden
vor dem Kamin in einem Bärenfell, was für
hinterher, wenn der Sturm sich gelegt hat und
die Meute vorbei gezogen ist.

Seht her - ein Mann von Welt gehen mit der Vernunft
einher - ein Edelmann hört hört. Der hat es
wohl geschafft, wenn er sich das leisten kann.
Vernunft ist Erhabenheit für Menschen, die nicht
essen müssen.

Vernunft paßt gut zu einem Chablis oder souffle
garni. Vernunft fährt immer mit auf einem Kreuzfahrt-
schiff in der Präsidentensuite und diniert abends
mit dem Kapitän in illustrer Runde.

Vernunft und Leben, das passt irgendwie nicht
wirklich zusammen. Für einen Moment wird so getan,
als gäbe es so etwas wie Regeln, denen man nur
folgen müßte, um an ein Ziel zu kommen.

Leben - Willkür und Unvorhersehbarkeit - das paßt.
Plötzlich stirbt jemand, ein Pkw stürzt in einen
Fluß, ein Hang reißt Menschen in den Tod, ein
Flugzeug stürzt ab, so heißt es lapidar auf dem
Papier. Wo ist sie dann die Vernunft ?? Wo sind
dann all diese klugen, gewandten Menschen, die
auf alles eine Antwort haben.

Da ist nur Stille und Einsamkeit, Trauer und
Verzweiflung.

Ein danach gibt es nicht mehr - nur ein Ende.
Die Trauer, die Wut, die Resignation. Das Leben
schlägt zu - unbarmherzig und wild.

Vernunft - die Dekadenz der Moderne - sie ist immer
da, wo man gerade nicht ist.

Als ob allein durch diesen Begriff ein chaotisches
Universum zur Ordnung gerufen werden könnte.

Montag, 9. Oktober 2017

Es geht um unsere Zukunft

Warum wählt man nicht auch den Bundespräsidenten,
der zu der Regierung Merkel passt: Ich plädiere
dafür, Ex-Bundespräsident Gauck wieder einzuführen
als ehemaliges Glied und ausführendes Organ der
gesellschaftlichen Elite, die verhindert, daß
die Gesellschaft abgleitet in banale Probleme
des Alltags, wie etwa gewöhnliches Arbeiten oder
leistungsgerechte Bezahlung oder gar vernünftige
Rahmenbedingungen für ein gesellschaftliches
Miteinander. Forderungen, die jenseits allen
rationalen und wirtschaftlichen Erwägungen liegen
und die Gefahr herauf beschwört, daß Menschen
auf die idee kommen, sich politisch zu engagieren,
weil ihnen etwa Zeit zur Freizeitgestaltung bleibt.

Wir brauchen wieder einen Bundespräsidenten, der
den Fokus auf die wichtigen Dinge des Lebens lenkt
wie etwa: Freizeit- und Gartengestaltung, Kultur und
die ordnungsgemäße Darstellung der kapitalträchtigen
Führungselite in der  Öffentlichkeit, der den
Fokus mehr auch auf die pragmatische Seite des
Einsatzes der Bundeswehr in Kriegsgebieten legt.

Wir brauchen einen Bundespräsidenten, der die Bildungs-
abstinenz und die Zukunft für die, die es sich leisten
können in die Köpfe der Menschen trägt und sie darauf
vorbereitet, daß für viele das Leben künftig nicht besser
wird und nur Wenige in der Lage sein werden, sich ein Leben
in Luxus und Arbeitsabstinenz zu leisten. Wir brauchen jemanden
der sie darauf vorbereitet, daß die die heute wenig haben,
sich freiwillig opfern, um denen zu geben, die bereits alles
besitzen und ihnen ein noch besseres Leben zu ermöglichen.

Und denen wollen wir künftig unsere Aufmerksamkeit widmen:
Die es geschafft und das nötige Kapital haben, um auch
die Politik von morgen entsprechend auszurichten und dafür
zu sorgen, daß die Profiteure von heute auch diejenigen
von morgen sein werden.