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Monty Python
Monty Python

Dienstag, 19. September 2017

Ich dachte, dort wäre ein Grabstein...

still näherte sich die Morgensonne dem Horizont.
Und ich, wie immer, aus der Zeit gefallen, zerstreut
umher fahrend, wie immer mal wieder, zu spät für
die Arbeit und zu früh für eine Krankmeldung.

Und ganz in der Nähe der Friedhof. Leise
stellte ich das Fahrrad ab, so als könne
irgendein unbedachtes Geräusch noch jemanden
stören. Was für ein Irrsinn, dachte ich, so als könne
man  an diesem Ort noch jemandem die Ruhe
nehmen oder es würde jemand Anstoß nehmen
an einem unbedachten räuspern oder rascheln

Wohlgeordnet all die Gräber. Ruhe sanft und
in Frieden, steht dort, wir vermissen Dich -
in goldenen Lettern aufgedruckt.

Selbst der Tod will organisiert und geordnet
sein, so dachte ich bei mir. Das Leid, es hat
ein Ende und auch die Angst, die große Angst
ist sie auch verschwunden ? Wer weiß es schon,
es wird einem wohl keiner mehr erzählen können,
der bereits dort war.

Eine Inschrift auf einer Platte, das ist es also,
was übrig bleibt.

Ich sag ja immer: Meinetwegen können
sie mich entsorgen auf dem Friedhof oder
sonstwo. Meine Seele sie wird zurück kehren
zu dem, der sie geschaffen hat.

Mein Kater ist auch mal gestorben, kalt wars
im Winter, und geweint habe ich, 3 Monate lang
und jeden Tag geschaut, ob er nicht doch wieder
aufsteht.

Gebetet und gefleht habe ich und passiert ist nix





Samstag, 16. September 2017

Alles Satane

wie ich sie doch liebe, die Vorlasser, die
Höflich-an-Fußgängerüberweg-Anhalter, die vorschrifts-
mäßig immer noch ein bischen länger warten, damit
auch der letzte Fußgänger, der noch irgendwo in 1 km
Entfernung eventuell die Absicht hat, irgendwann
die Straße zu überqueren, die Möglichkeit
erhält, es auch zeitnah zu tun. Die Bausparer
und für Alles-eine-Versicherung-Haber.

Ich mache auch dann und wann schon mal ganz
höflich Kreuzungsroulette, wenn mir danach ist,
einfach mal unvermittelt über die Kreuzung, ohne
zu schauen, nur um zu sehen, was passiert.

Man sollte es nicht nachmachen...nur ich darf das.
Gott ist an meiner Seite.

Besonders viele von diesen "höflichen" und "rücksichts-
vollen" Menschen trifft man stets dann, wenn man es
besonders eilig hat. Es sind zumeist Rentner und Gelände-
wagenfahrer, die sicherstellen müssen, daß auch der
letzte Passant wahrnimmt und erkennt, wie wichtig und
bedeutsam sie durch die Gegend umher fahren und wie
anders die Welt doch aussehen würde, wenn es sie nicht
gäbe.

Nicht merkend, daß sich hinter ihnen unterdessen
ein 2 Km-Stau bildet von Leuten, die auch nicht im
Ansatz darüber nachdenken wollen und nie würden, auch
nur eine Minute ihrer eingeteilten Zeit mit Dingen zu vergeuden,
die irgendwas damit zu tun haben, wie höflich oder
unhöflich man ist, weil man einfach nur von A nach
B will und das möglichst ungehindert ohne tiefgehende
philosopische Lebenseinstellungen mit sich aus-
zumachen.

Ja die vielen "Gutmenschen", ich könnte ihnen jeden
Tag ein bischen mehr in ihre geschminkte Fresse hauen
und ihre pussierlich lackierte Nägel einzeln ausziehen
und zugegeben sie haben mich wahrlich schon viel
Lebenszeit und Energie gekostet. Und so manches graues
Haar rührt sicher daher, wie die sich aufführen in ihrer ober-
lehrerhaften Verhaltensweise und es ist auch gut, wenn
man hin und wieder keine Waffe im Pkw mit sich
führt. Weise Entscheidung....

Da kommen mir solche Gedanken wie: Jetzt eine mobile
Schrottpresse und einen Elektromagneten richtig positioniert
würde bei vielen Menschen sicher ein Gefühl der Erleichterung
auslösen oder ein Leopard 3 Panzer richtig platziert
könnte schnell dafür sorgen, daß künftig niemand
mehr so leichtfertig die Straße blockiert, wenn es keinen
offensichtlichen Grund dafür gibt.

Und natürlich stelle ich mir den kleinen handlichen
Würfel vor, samt dem entsprechend verkleinerten Oberlehrer,
wie er seinen Zeigefinger aus dem Bündel hält, um Passanten
freundlich den Überweg zu ermöglichen.

Sollte für ihn doch jetzt Grund zur Zufriedenheit sein, weil jetzt
alle Fußgänger über ihn drüber latschen könnten, ohne das dies
ein Hindernis wäre.


Freitag, 15. September 2017

Fressen und gefressen werden...

Des einen Tod ist des anderen Brot, so heißt
es. Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier
oder das Märchen vom guten Menschen.

Wie alle Märchen steckt ein Körnchen
Wahrheit darin, dennoch aber bleibt vieles
rätselhaft und dubios im Leben.  Das große
Geheimnis des Lebens...

Viele Menschen haben aus der Not eine
Tugend gemacht und fungieren als "Berater",
die auf jede Situation einen passenden Spruch
zur Hand haben, nur nicht für sich selbst, da
sieht man sie auf einmal ratlos im Nebel
wabern.

Da wird dann hinterher viel erklärt und verstanden,
was warum wie gewesen ist und das man ja so vieles
erkannt hätte und überhaupt jeder sollte nach
diesen und jenen Rezepten sein Leben gestalten
können und schon wird sich alles zum Guten
wenden. Kaffesatzleser und Schönfärberei
sind dafür noch die harmlosesten Begriffe.

Die "Lebensberater" oder Zurechtredner - eine
Branche mit rosigen Zukunftsaussichten, aber bloß
niemals konkret werden, das ist immer wichtig, sonst
macht man sich am Ende noch angreifbar. Merkel
ist beispielsweise eine Meisterin dieser Zunft
der Kaugummibotschaften und Luftaussagen. Sie sagen
etwas und sagen doch nichts. Jeder kann dort für sich etwas
Passendes hinein interpretieren, wie es ihm gefällt.

Diese "Philosophen für den Hausgebrauch" stets
bekümmert und nie besorgt. Du bist die Referenz
in deinem Universum - die Botschaft vernehm ich
wohl, allein mir fehlt der Glaube. Ein großes
Ego führt lediglich zu einer aufgeblasenen
Persönlichkeit, nicht jedoch zu einer verbesserten
Existenz.

Das Universum steht dem offen, der sich auf diesen
Egotrip begibt. Wir selbst stehen im Mittelpunkt
unseres Schicksals. Es wäre ja auch zu schön,
wenn man sein Leben wirklich bestimmen könnte.
Die Idee, einfach loszuziehen und der Macher
zu sein, klingt verlockend - jederzeit Herr seines
Schicksals zu sein.

Leider aber kommt doch allzu häufig das Leben
unvermittelt dazwischen mit seinen ganz "banalen"
Problemen, die doch so völlig anders und unvorhersehbar
sind in unserem  Universum an Möglichkeiten, das plötzlich
immer kleiner  und kleiner wird. Dann wird es schnell eng
mit dem kleinen Latinum, das man sich fein zurecht gelegt
hat.

Die Realität des menschlichen Daseins ist nun
einmal von grundauf armselig ohne die Erkenntnis,
daß es einen Schöpfer gibt, der über uns bestimmt
und sich in unser Leben einmischt, wie es ihm
gefällt und die Möglichkeiten eines Menschen
sind schon deshalb begrenzt, weil er eben
nur ein Geschöpf ist und nicht der Schöpfer selbst,
unabhängig davon, was man sein möchte oder
glaubt zu sein.

Und die Erkenntnis über seine eigene Unfähigkeit ist
keine Schwäche, sondern zeugt von großer Weisheit.